Gewalt gegen Trans*-Sexarbeiterinnen in der Frobenstraße

Mehr als häufig sind Trans*-Frauen darauf verwiesen, Sexarbeit zu machen, weil der Arbeitsmarkt ihnen sonst kaum Gelegenheiten gibt, ihre eigene Existenz zu sichern. Gerade die Migrantinnen haben es auf dem Straßenstrich schwer, weil sie sich bei Gewalt-Fällen schwieriger an die Polizei wenden können und insgesamt noch weniger gesehen oder gehört werden als andere Trans*-Frauen. In der Berliner Frobenstraße nimmt in letzter Zeit massive körperliche Gewalt gegen die dortigen Sexarbeiterinnen beständig zu, für die Vertreibung werden auch Messer-Angriffe und schwere Verletzungen mit Baseballschlägern und Eisenstangen als «normal» erachtet. Ein Teil der Anwohner/innen sieht die Täter als «Helden».

GLADT wurde von einem Teil der Betroffenen gebeten, aktiv zu werden organisierte mit anderen Vereinen und Projekten einen Runden Tisch und eine Protestkundgebung am 4. September 2009, in deren Folge eine spürbare Entspannung der Lage eintrat.

Wir dokumentieren hier unsere bisherigen Aktivitäten.

Was tut GLADT?

Hier finden Sie die Standpunkte und eine Auswahl der Aktivitäten des Vereins zu diesem Thema.

→ Aufruftext:

→ Publikationen & Interviews

→ Öffentliche Veranstaltungen

  • 2009 – GLADT-Redebeitrag (4. September 2009, gehalten auf der Solidaritätskundgebung: «Stoppt die Gewalt gegen Sex-Arbeiterinnen in der Frobenstraße»)
  • 2009 – TrIQ-Redebeitrag (4. September 2009, gehalten auf der Solidaritätskundgebung: «Stoppt die Gewalt gegen Sex-Arbeiterinnen in der Frobenstraße»)
  • 2009 – Olga-Redebeitrag (4. September 2009, gehalten auf der Solidaritätskundgebung: «Stoppt die Gewalt gegen Sex-Arbeiterinnen in der Frobenstraße»)

→ Relevante Gruppenangebote bei GLADT

  • GLADT dient einigen der Sexarbeiterinnen aus der Frobenstraße nicht nur wegen der räumlichen Nähe als Treffpunkt und Unterstützungs-Einrichtung. Darüber hinaus gibt es im Augenblick allerdings kein spezifisches Gruppenangebot in unserem Verein.

→ Beratung bei GLADT

  • Wie allen Nutzer/innen steht auch Sexarbeiter/innen unser mehrsprachiges Beratungs-, Unterstützungs- und Begleitangebot offen. Auch wenn Sexarbeit keinen eigenen Schwerpunkt unseres Profils darstellt, verweisen wir Sie gerne an kompetente Personen, Organisation und/oder Netzwerke. Melden Sie sich einfach bei uns im Büro!

Weitere Kontakte und Informationsquellen

  • «Hydra» engagiert sich für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Sexarbeiter/innen mit anderen Erwerbstätigen. Gesundheit, Gewalt, Menschenhandel, Schulungen für Fachpersonal, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und allgemeine Beratung sind nur einige der Themen.
  • Der «Frauentreff Olga» ist ein Kontaktladen für drogenabhängige Frauen und Sexarbeiterinnen unmittelbar am Straßenstrich der Kurfürstenstraße. Olga bietet niedrigschwellig Informationen, Beratung, Betreuung und Vermittlung an (u.a. auch medizinische Betreuung ohne Krankenschein, kostenlose Rechtsberatung).
  • «Subway» ist eine Anlaufstelle v.a. für Jungs, die anschaffen. Schwulsein, Gewalt und sexuell übertragbare Krankheiten stehen im Fokus; neben der anonymen Beratung gibt es konkrete Unterstützungs-, aber auch Freizeitangebote. Das Team ist mehrsprachig.
  • «TransInterQueer (TrIQ)» bietet seit Ende 2006 gemeinsam mit anderen Gruppen und Projekten ein professionelles Beratungsangebot in den Bereichen Transgender, Intersexualität und Queer. TrIQ bietet Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu Trans- und Intergeschlechtlichkeit sowie zu queeren Lebensweisen an und ist weit vernetzt.