Religion & Homosexualität im Kontext von Rassismus

GLADT hat sich nie als ein muslimischer Verein verstanden. Für uns ist nicht die (oder irgendeine) Religion, sondern – neben Sexismus, Homo- und Transphobie – vor allem Rassismus das Problem. Dennoch werden wir, seitdem es uns gibt, von Seiten der Mehrheitsgesellschaft immer wieder zum Islam befragt. Das, so meinen wir, sagt an sich schon eine ganze Menge über die Situation aus.

In diesem Dossier nehmen wir mit einem Positionspapier grundsätzlich Stellung. Zugleich dokumentieren wir frühere Diskussionsbeiträge einzelner ehemaliger und jetziger Mitglieder und weiterführende Links zum Thema (letzte Aktualisierung dieses Dossiers: 16. Dezember 2010).

Was tut GLADT?

Hier finden Sie die Standpunkte und eine Auswahl der Aktivitäten des Vereins zu diesem Thema.

→ Positionspapier:

→ Publikationen & Interviews

→ Öffentliche Veranstaltungen

→ Relevante Gruppenangebote bei GLADT

  • GLADT hat in den vergangenen Jahren mehrere Anläufe genommen, um religiösen/spirituellen Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen und Transgendern ein Gruppen-Angebot zu machen. Der artikulierte Bedarf trug die Gruppen nicht über einen kurzen Zeitraum hinaus. Im Augenblick gibt es keine entsprechende Gruppe in unserem Verein.

→ Beratung bei GLADT

  • Ein Teil der GLADT-Mitglieder ist religiös oder konfessionell gebunden. Als Verein unterhalten wir gute Kontakte zu einigen muslimischen Organisationen, im Ausland auch zu muslimischen queeren Organisationen. Auch wenn wir satzungs- und praxisgemäß keine religiöse Organisation sind, verweisen wir Sie bei entsprechenden Anfragen gerne an kompetente Personen, Organisation und/oder Netzwerke. Melden Sie sich einfach bei uns im Büro!

Weitere Kontakte und Informationsquellen

  • «Homophober Orient, toleranter Westen?», fragte Georg Klauda in INAMO, der Zeitschrift des wissenschaftlichen Informationsprojekts Naher und Mittlerer Osten. Nach dem Artikel, der hier in einer ausgearbeiteten Version zur Verfügung gestellt wird, mag man das beliebte Märchen nicht mehr glauben, aber verstehen, wer es warum erzählt: Es ist Krieg, und das schwule Establishment will mit dabei sein. Hier können Sie den Vortrag auch hören [Abspieldauer: 41 Minuten 36 Sekunden, Format: mp3, Dateigröße: 19 MB].
  • «Al Fatiha» ist ein englisch-sprachiges soziales Netzwerk, dass Muslimen aller Traditionen und ethnischen Herkünfte offen steht. Die Internetseite befindet sich im Augenblick in einer Umgestaltungsphase.
  • «Imaan» ist eine englisch-sprachige Unterstützungs- und Selbsthilfegruppe für lesbische, schwule, bisexuelle und Transgender-Muslime, ihre Familien und Freund/innen. Die Internetseite ist auf Englisch und umfasst u.a. auch das Thema Religion und gibt darüber hinaus Tipps zum Gespräch mit den Eltern. Eine Linkliste ist vorhanden.
  • Das «Safra Project» bietet (auf Englisch) fundierte Informationen zu Geschlechterrollen und Sexualität im Islam, vor allem für lesbische, bisexuelle und Trans*-Frauen, die sich selbst kulturell oder religiös als muslimisch definieren. (Männliche Homosexualität gehört nicht zu den Kerngebieten der Arbeit, hat auf der Internetseite aber auch ihren Platz.) Eine Linkliste ist vorhanden.