Über uns

Wer und was ist GLADT?

GLADT ist die einzige unabhängige Selbst-Organisation von türkeistämmigen Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen und Transgendern (LSBTT) außerhalb der Türkei. Neben türkisch- und kurdisch-stämmigen LSBTT nehmen zunehmend Menschen mit anderen Migrationshintergründen (zum Beispiel iranisch oder ex-jugoslawisch) die Angebote des Vereines wahr.

GLADT unterhält eine kompetente Erstberatungsstelle zu den Themen Coming Out, Familie, Ausländer/innen- und Lebenspartnerschaftsrecht, Sucht, Gesundheit, Gewalt, Diskriminierung an und engagiert sich auf unterschiedlichen Ebenen gegen Rassismus, Sexismus, Trans*- und Homophobie sowie andere Formen der Diskriminierung.

Im Projekt «Handreichungen für emanzipatorische Jungenarbeit» entwickelt GLADT gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften aus Schule, Jugendarbeit und Streetwork Bausteine für die Bearbeitung von Sexismus und Homophobie (mehr Informationen unter Projekte).

Mit den unterschiedlichen Erfahrungen, Kenntnissen und Fähigkeiten wird GLADT darüber hinaus als Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um Rassismus, Sexismus und Trans*- und Homophobie so wie die Überschneidungen/Überlappungen dieser Phänomene wahrgenommen – nicht nur in Berlin oder Deutschland, sondern auch im internationalen Kontext.

GLADT ist die einzige unabhängige Organisation türkeistämmiger Lesben, Schwuler, Bi- und Transsexueller und Transgender (LSBTT) áußerhalb der Türkei.

Seit wann gibt es GLADT?

Die Gruppe hat sich 1997 zusammengefunden und ist seit 2003 ein gemeinnütziger Verein.

Was sind die Ziele von GLADT?

  • Gesellschaftliche Emanzipation ohne die Auf- oder Abwertung bestimmter Gruppen;
  • Hierarchisierungsfreier Umgang mit menschenverachtenden Ideologien;
  • Erhöhung der Sichtbarkeit und Schaffung von Vorbildern für lsbtt Migrant/innen;
  • Empowerment.

Wie viele Mitglieder hat GLADT?

GLADT hat etwa 100 Mitglieder, das Verhältnis von (Trans-) Frauen und (Trans-) Männern ist etwa ausgeglichen. Die meisten sind Lesben (ca. 40%) oder Schwule (ca. 40%), etwa 20% leben heterosexuell.

Die meisten Mitglieder sind türkischer oder kurdischer Herkunft, GLADT hat u.a. aber auch arabische, iranische, us-amerikanische, schwedische, kamerunische und indische Mitglieder. Die meisten sind in Deutschland geboren, einige erst vor kurzem eingewandert. Alle, die die Vereinsziele unterstützen, können Mitglied werden, egal welche Staatsangehörigkeit, Herkunft, Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung sie haben.

Was bietet GLADT an?

  • Erstberatung (Coming Out, Familie, Ausländer/innen- und Lebenspartnerschaftsrecht, Sucht, Gesundheit, Gewalt, Diskriminierung…);
  • Verweis an kompetente Rechtsanwältinnen/-anwälte, Psychologinnen/Psychologen, Ärztinnen/Ärzte;
  • Begleitung und Unterstützung bei Behördengängen (Ausländerbehörde, Standesamt, JobCenter…);
  • Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Schreiben von Briefen und allem anderen bürokratischen Kram;
  • Übersetzungen;
  • Jugendarbeit.

Was sind die kulturellen Angebote von GLADT?

  • Lesungen;
  • Partys;
  • Bühnenshows;
  • Bibliothek zu den Themen Migration, Geschlecht und Sexualität;
  • ausführliches Archiv türkeistämmige Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle/Transgender.

Was sind die politischen Aktivitäten von GLADT?

  • Engagement gegen Rassismus, Sexismus und Transphobie/Homophobie;
  • Fortbildungen zu Einwanderung, Rassismus, Homophobie;
  • Ansprechpartner/innen für Journalistinnen/Journalisten, Wissenschaftler/innen, Politiker/innen.

In welchen Netzwerken arbeitet GLADT?

  • Migrationsrat Berlin-Brandenburg;
  • Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin;
  • Queere Jugendhilfe;
  • Transgendernetzwerk Berlin;
  • HIV-Prävention mit Migrant/innen;
  • InterQueerNetz (Interkulturelles Queer-Netzwerk).
  • Darüber hinaus auch internationale Netzwerke und Kontakte mit LSBTT-Organisationen in Berlin, Deutschland, Europa und der Türkei.

Wie funktioniert der Verein? Was ist der Struktur des Vereines?

Die Mitglieder kommen mindestens einmal im Jahr zusammen und wählen den Vorstand, der die Richtung des Vereins bestimmt und den Verein nach außen vertritt.

Der Vorstand beruft eine Geschäftsführung, die für die laufenden Geschäfte des Vereins zuständig ist.

Darüber hinaus gibt es immer wieder Arbeitsgruppen, Projekte, Kurse, Seminare, Workshops etc., bei denen sich die Mitglieder einbringen können.

Die meisten Angebote von GLADT stehen auch Leuten offen, die nicht Mitglied sind. Bei kostenpflichtigen Angeboten kann es sein, dass Mitglieder weniger zahlen als Nicht-Mitglieder.

Von wem wird GLADT unterstützt?

Unsere Organisation wird von ehrenamtlicher Arbeit, Mitgliedsbeiträgen und Spenden getragen. Einzelne Projekte werden von Dritten finanziert, das Erstberatungsangebot zum Beispiel von der Landesantidiskriminierungsstelle und das Projekt «Handreichungen für emanzipatorische Jungenarbeit» vom Berliner Integrationsbeauftragten.

Wie kann ich GLADT unterstützen?

Fördermöglichkeiten finden Sie in einem der linken Kästchen dieser Seite.

Und wenn ich Mitglied werden will?

Erst Satzung lesen, dann Mitgliedschaftsantrag ausfüllen, unterschreiben und an uns schicken – oder am besten selbst vorbeibringen und bei uns einen Tee trinken.